Was als einfache Frage begann – wie kann ein Mülleimer Menschen dabei helfen, Abfälle richtig zu trennen? – legte schnell ein viel größeres Problem offen. Mit diesem selbstinitiierten, spekulativen Designprojekt haben wir die Zukunft dezentraler, vor-Ort-basierter Ressourcenbewirtschaftung untersucht. Statt Entsorgung zu optimieren, entwickelten wir ein System, das Abfall als lokale Ressource versteht – dort gemanagt, verarbeitet und wiederverwendet, wo er entsteht. Das Ergebnis ist ein realistisches Zukunftsszenario, das Abfall vom End-of-Pipe-Problem zu einer Design-, Daten- und Infrastrukturfrage neu rahmt.
Abfallmanagement ist bis heute auf Entfernung statt Wiederverwendung ausgelegt. In Büros und gemeinschaftlich genutzten Räumen verschwinden wertvolle Materialien im Restmüll – aus den Augen, aus dem Sinn. Bestehende Systeme externalisieren Verantwortung, setzen auf zentrale Logistik und entkoppeln Nutzer:innen von den Konsequenzen ihres Handelns. Selbst gut informierte Menschen scheitern an korrekter Trennung – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil das System kein Feedback, keine Sichtbarkeit und keine Handlungsmacht bietet. Ein besserer Mülleimer allein kann kein System reparieren, das auf Entsorgung gebaut ist.
Problem
Abfallmanagement ist bis heute auf Entfernung statt Wiederverwendung ausgelegt. In Büros und gemeinschaftlich genutzten Räumen verschwinden wertvolle Materialien im Restmüll – aus den Augen, aus dem Sinn. Bestehende Systeme externalisieren Verantwortung, setzen auf zentrale Logistik und entkoppeln Nutzer:innen von den Konsequenzen ihres Handelns. Selbst gut informierte Menschen scheitern an korrekter Trennung – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil das System kein Feedback, keine Sichtbarkeit und keine Handlungsmacht bietet. Ein besserer Mülleimer allein kann kein System reparieren, das auf Entsorgung gebaut ist.
Wir haben kein einzelnes Produkt, sondern ein System entworfen. Ausgehend von der Idee eines intelligenten Abfallbehälters entwickelten wir ein spekulatives, aber umsetzbares Modell für dezentrale Ressourcenbewirtschaftung in Büro- und Arbeitsumgebungen. Das Konzept verbindet Raumgestaltung, digitale Interfaces, Datenlogik und Vor-Ort-Verarbeitung, um Materialien lokal im Umlauf zu halten. Abfall wird zu einem sichtbaren, messbaren Fluss – sortiert, gespeichert, weiterverteilt und reintegriert, statt exportiert und vergessen.
Das System ist modular und skalierbar und arbeitet mit bestehenden Technologien, statt sie zu ersetzen. Es verschiebt die Rolle der Nutzer:innen von passiven Entsorger:innen zu aktiven Mitgestalter:innen – und begreift Abfall als wertvolles Material, nicht als etwas, das man verstecken muss.
Lösung
Wir haben kein einzelnes Produkt, sondern ein System entworfen. Ausgehend von der Idee eines intelligenten Abfallbehälters entwickelten wir ein spekulatives, aber umsetzbares Modell für dezentrale Ressourcenbewirtschaftung in Büro- und Arbeitsumgebungen. Das Konzept verbindet Raumgestaltung, digitale Interfaces, Datenlogik und Vor-Ort-Verarbeitung, um Materialien lokal im Umlauf zu halten. Abfall wird zu einem sichtbaren, messbaren Fluss – sortiert, gespeichert, weiterverteilt und reintegriert, statt exportiert und vergessen.
Das System ist modular und skalierbar und arbeitet mit bestehenden Technologien, statt sie zu ersetzen. Es verschiebt die Rolle der Nutzer:innen von passiven Entsorger:innen zu aktiven Mitgestalter:innen – und begreift Abfall als wertvolles Material, nicht als etwas, das man verstecken muss.
Als spekulatives Projekt liegt die Wirkung vor allem im Perspektivwechsel. ResourceOS führt ein neues Mindset für Abfall ein: lokal, transparent und handlungsfähig. Das Konzept zeigt, wie dezentrale Systeme Materialverluste reduzieren, bessere Daten für Nachhaltigkeitsberichte liefern und Verantwortung sowie Ownership im Alltag stärken können. Seitdem wird das Projekt als Diskussions- und Thought-Leadership-Beitrag genutzt – und veranschaulicht, wie sich Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in räumliche Systeme und reale Infrastruktur übersetzen lassen.
Auswirkungen
Als spekulatives Projekt liegt die Wirkung vor allem im Perspektivwechsel. ResourceOS führt ein neues Mindset für Abfall ein: lokal, transparent und handlungsfähig. Das Konzept zeigt, wie dezentrale Systeme Materialverluste reduzieren, bessere Daten für Nachhaltigkeitsberichte liefern und Verantwortung sowie Ownership im Alltag stärken können. Seitdem wird das Projekt als Diskussions- und Thought-Leadership-Beitrag genutzt – und veranschaulicht, wie sich Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in räumliche Systeme und reale Infrastruktur übersetzen lassen.
„Unser Ziel war nicht, einen smarteren Mülleimer zu entwerfen, sondern das gesamte System dahinter zu hinterfragen. Sobald Abfall sichtbar, lokal und messbar wird, hört er auf, Müll zu sein – und wird zur Ressource.“
– Maximilian Mauracher, Circular Strategist