11.06.26
Maria Angerler
Lerne das Team kennen: Anna

Was NEW STANDARD.S bewegt? Menschen mit Ideen, Haltung und Neugier. Deshalb zeigen wir die Gesichter und Geschichten hinter dem Studio.


Was ist deine Aufgabe bei NEW STANDARD.S und was hat dich motiviert, hier zu arbeiten?
Bei NEW STANDARD.S arbeite ich als Creative Strategist und entwickle gemeinsam mit dem Team Marken- und Kommunikationsstrategien für Unternehmen und Initiativen, die nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft handeln – oder handeln wollen. Es erfordert Mut, über den Tellerrand hinauszuschauen und neue Ansätze zu entwickeln. Nur so können wir aktive und optimistische Gegenpunkte schaffen und uns den Herausforderungen unserer Zeit stellen. Für mich ist NEW STANDARD.S ein Ort, an dem ich Dinge mitgestalten und meine Fähigkeiten sinnvoll einsetzen kann. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der die Strategieteams in vielen Agenturen schrumpfen, bedeutet mir das sehr viel. Denn ich bin fest davon überzeugt: Strategie ist wichtiger denn je, um positive Impulse zu setzen und uns dabei zu helfen, aus dem ständigen Reaktionsmodus auszubrechen, in dem wir in so vielen Bereichen festzustecken scheinen.

 

Was müsste sich aus deiner Sicht dringend mal ändern?
Als Stratege kann ich einfach nicht anders – ich beobachte, was vor sich geht, stelle Verbindungen her und erkenne Muster. Was mir Sorgen bereitet, ist, wie soziale Medien mit gesellschaftlichen Themen umgehen: Komplexe Debatten werden oft auf vereinfachende ‘Wir gegen die anderen’-Erzählungen reduziert – niemals auf ‘Wir und die anderen’. Diese Art von Schwarz-Weiß-Denken macht es schwieriger, aufeinander zuzugehen, wirklich zuzuhören und die Nuancen zu erkennen. Wenn ich es also auf eine Sache reduzieren müsste, die sich ändern muss: Wir brauchen mehr echten und sinnvollen Dialog über relevante Themen – und eine gesündere Debattenkultur.


Was beschäftigt und inspiriert dich außerhalb von NEW STANDARD.S?
Alles rund um die Kunst. Ich habe einen Hintergrund in Kunstgeschichte und – auch wenn ich mir nicht genug Zeit dafür nehme – liebe ich es, mich mit verschiedenen Kunstformen auseinanderzusetzen. Besonders reizen mich Minimal- und Land-Art sowie Licht- und audiovisuelle Installationen. Am meisten fasziniert mich wohl, wenn Architektur, Objekt und Umgebung miteinander interagieren. Als Besucher wird man manchmal selbst Teil der Installation und spielt eine aktive Rolle. Eine der inspirierendsten Erfahrungen, die ich in diesem Zusammenhang gemacht habe, war der Besuch von Dia:Beacon im Bundesstaat New York – dort findet man riesige minimalistische Werke in gewaltigen Industriehallen, die nur von natürlichem Licht beleuchtet werden. Ich habe den ganzen Tag dort verbracht und konnte beobachten, wie sich das Erlebnis je nach Sonnenstand komplett veränderte. Am magischsten war es natürlich während der goldenen Stunde.