Für das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg haben wir Sauberkeit im Stadtraum neu betrachtet: weg von Kontrolle, hin zu geteilter, systemischer Verantwortung. „Kotti räumt auf“ brachte Verwaltung, Anwohner:innen, lokale Betriebe, Zivilgesellschaft und Akteur:innen aus dem Tourismus in einen strukturierten Prozess. Durch partizipative Workshops und System Mapping wurde ein komplexes, emotional aufgeladenes Thema in eine konkrete Roadmap übersetzt – mit 12 priorisierten Hebelpunkten und einem klaren Maßnahmenplan für das Kottbusser Tor, bewusst so angelegt, dass er auf andere urbane Hotspots übertragbar ist.
Abfall und Vermüllung rund um das Kottbusser Tor werden häufig als Einzelfälle oder reine Vollzugsprobleme behandelt. In Wirklichkeit sind sie Symptome eines tieferliegenden Systems: fragmentierte Zuständigkeiten, überlastete Infrastruktur, soziale Routinen, kulturelle Narrative und konkurrierende Nutzungen des öffentlichen Raums. Frühere Maßnahmen setzten vor allem auf Sichtbarkeit – mehr Reinigung, mehr Regeln – ohne die Ursachen anzugehen. Das führte zu Frust auf allen Seiten: Anwohner:innen fühlten sich nicht gehört, Betriebe überfordert, Besucher:innen unbeteiligt und die Verwaltung zwischen kurzfristigen Reaktionen und langfristiger Komplexität gefangen. Das Problem war weniger ein Mangel an Ideen als an gemeinsamem Verständnis und koordinierter Umsetzung.
Problem
Abfall und Vermüllung rund um das Kottbusser Tor werden häufig als Einzelfälle oder reine Vollzugsprobleme behandelt. In Wirklichkeit sind sie Symptome eines tieferliegenden Systems: fragmentierte Zuständigkeiten, überlastete Infrastruktur, soziale Routinen, kulturelle Narrative und konkurrierende Nutzungen des öffentlichen Raums. Frühere Maßnahmen setzten vor allem auf Sichtbarkeit – mehr Reinigung, mehr Regeln – ohne die Ursachen anzugehen. Das führte zu Frust auf allen Seiten: Anwohner:innen fühlten sich nicht gehört, Betriebe überfordert, Besucher:innen unbeteiligt und die Verwaltung zwischen kurzfristigen Reaktionen und langfristiger Komplexität gefangen. Das Problem war weniger ein Mangel an Ideen als an gemeinsamem Verständnis und koordinierter Umsetzung.
Wir konzipierten und moderierten einen Multi-Stakeholder-Prozess, der zunächst das System sichtbar machte, bevor Lösungen entwickelt wurden. Ausgehend von einer Fokusgruppe nutzten wir das Eisberg-Modell, um Symptome, Muster, Strukturen und zugrunde liegende Denkweisen zu unterscheiden. Diese Erkenntnisse flossen in eine umfassende Systems Map, die eine gemeinsame Sprache zwischen Verwaltung, lokalen Akteur:innen und Zivilgesellschaft schuf.
In einem anschließenden Ideenlabor arbeiteten die Teilnehmenden gezielt an identifizierten Hebelpunkten – der Übergang von Analyse zu konkreten Maßnahmen. Das Ergebnis war ein integrierter Aktionsplan, der Infrastruktur, Kommunikation, Governance und soziale Normen verbindet – mit klaren Rollen, Prioritäten und Zeitachsen.
Lösung
Wir konzipierten und moderierten einen Multi-Stakeholder-Prozess, der zunächst das System sichtbar machte, bevor Lösungen entwickelt wurden. Ausgehend von einer Fokusgruppe nutzten wir das Eisberg-Modell, um Symptome, Muster, Strukturen und zugrunde liegende Denkweisen zu unterscheiden. Diese Erkenntnisse flossen in eine umfassende Systems Map, die eine gemeinsame Sprache zwischen Verwaltung, lokalen Akteur:innen und Zivilgesellschaft schuf.
In einem anschließenden Ideenlabor arbeiteten die Teilnehmenden gezielt an identifizierten Hebelpunkten – der Übergang von Analyse zu konkreten Maßnahmen. Das Ergebnis war ein integrierter Aktionsplan, der Infrastruktur, Kommunikation, Governance und soziale Normen verbindet – mit klaren Rollen, Prioritäten und Zeitachsen.
„Kotti räumt auf“ veränderte die Debatte – von Schuldzuweisungen hin zu Zusammenarbeit. Beteiligte berichteten von mehr gegenseitigem Verständnis, klareren Zuständigkeiten und einer höheren Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Das Projekt führte zu 12 priorisierten Hebelpunkten und drei integrierten Maßnahmenpaketen – von sichtbaren räumlichen Interventionen bis zu langfristigen Governance-Strukturen.
Vor allem aber ermöglicht die Roadmap ein strategisches Vorgehen: kurzfristige Maßnahmen werden mit langfristigem systemischem Wandel verzahnt, widersprüchliche Aktivitäten vermieden und eine skalierbare Grundlage für andere Quartiere geschaffen. Das Projekt zeigt, wie partizipative, systemorientierte Arbeit Komplexität in koordiniertes Handeln übersetzen kann.
Impact
„Kotti räumt auf“ veränderte die Debatte – von Schuldzuweisungen hin zu Zusammenarbeit. Beteiligte berichteten von mehr gegenseitigem Verständnis, klareren Zuständigkeiten und einer höheren Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Das Projekt führte zu 12 priorisierten Hebelpunkten und drei integrierten Maßnahmenpaketen – von sichtbaren räumlichen Interventionen bis zu langfristigen Governance-Strukturen.
Vor allem aber ermöglicht die Roadmap ein strategisches Vorgehen: kurzfristige Maßnahmen werden mit langfristigem systemischem Wandel verzahnt, widersprüchliche Aktivitäten vermieden und eine skalierbare Grundlage für andere Quartiere geschaffen. Das Projekt zeigt, wie partizipative, systemorientierte Arbeit Komplexität in koordiniertes Handeln übersetzen kann.
„Nachhaltigkeitsfragen im öffentlichen Raum sind selten technische Probleme – sie sind systemische. Indem wir Zuständigkeiten, Anreize und Alltagsrealitäten gemeinsam mit allen Beteiligten sichtbar gemacht haben, konnten wir aus einem diffusen Thema klare Hebel für Veränderung ableiten.“
– Jonas Kersting, Nachhaltigkeitsberater
„Die Stärke des Projekts lag darin, dem Impuls zu widerstehen, sofort Lösungen zu liefern. Erst das Verständnis des Systems hinter dem Chaos hat eine Roadmap ermöglicht, zu der sich Menschen tatsächlich bekennen konnten – über Ressorts, Rollen und Perspektiven hinweg.“
– Maximilian Mauracher, Circular Strategist